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Kuba, Brasilien und Deutschland...

Ein interkulturelles Kunstprojekt im Lateinamerikanischen Raum

  „Die Sklaverei ist zweifellos das größte von
  allen Übeln, die die Menschheit heimgesucht
  haben.“
Alexander von Humboldt -
  politischer Essay der Insel Kuba - 1826

Als Alexander von Humboldt nach einer stürmischen Überfahrt im Jahr 1800 seinen Fuß zum erstenmal auf kubanischen Boden setzte, segelte er auf Handelsrouten, auf denen noch über 80 Jahre lang Menschen als Stückgut verschifft werden sollten.

Die politische Ablehnung des Sklavenhandels und auch die praktische Hilfe für die Entrechteten lagen dem deutschen Humanisten mehr am Herzen, als seine außergewöhnlichen geographischen und wissenschaftlichen Leistungen auf dieser Reise. Seine Einsichten in die politische und soziologische Struktur der Insel hinterließ einen bis heute anhaltenden tiefen Eindruck in Kuba.

Eine der wichtigsten Schiffsrouten führte von der Drehscheibe Kuba nach Brasilien. Humboldt durfte als Ausländer die portugiesische Kolonie nicht besuchen. Obwohl durch die spanische und portugiesische Sprache getrennt, gibt es tiefgehende Verbindungen zwischen Kuba und Brasilien. Historisch reichen diese in die frühesten Anfänge der Kolonisation und des Menschenhandels zurück. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts waren Kuba, Brasilien und Nordamerika die Hauptkunden für Sklaven aus Afrika. Viele Wurzeln der kubanischen und brasilianischen Kultur, sei es in der Musik, der Kunst und nicht zuletzt der Religion sind auf dieser Handelsroute gewachsen.

Mit dem Projekt CUBABRASIL wollen wir den kulturellen Austausch dieser beiden Länder, der sich heute oft nur auf einer politischen Ebene abspielt, im Bereich der bildenden Kunst wieder beleben.

Die historische Perspektive Humboldts wollen die teilnehmenden deutschen Künstler, die in diesem lateinamerikanischen Umfeld interagieren, in das 21. Jahrhundert transferieren.


Collision - Fusion


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Alexander von Humboldt










Humboldts Blick auf die Bucht von Havanna